In den Ballungsräumen werden die Freiräume, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten können,  um  z. B. spontan Fußball zu spielen, immer weniger. Rasenflächen und Bolzplätze in der direkten Nachbarschaft verschwinden aufgrund von zunehmender Bebauung und  Asphaltierung in der Stadt. Die  Kinder- und Jugendarbeit sorgt hier mit offenen  Sportangeboten, deren Teilnahme freiwillig ist, für Bewegungsräume. Sie greift jugendliche Bewegungsformen auf und unterstützt die Kinder und Jugendlichen bei deren  Umsetzung.

Die sportliche Angebotspalette  reicht von erlebnispädagogischen Angeboten wie  Rafting und Klettern bis hin zu Street Sport wie Skaten und Basketball. Auch Fußball, Zirkusprojekte und Tanzen finden sich hier wieder.
Die Kinder und Jugendlichen  werden beim Sport mit körperlichen Herausforderungen konfrontiert. Sie haben positive und frustrierende Erlebnisse, müssen mit unvorhersehbaren Ereignissen und ihren eigenen Emotionen fertig werden, sich immer wieder überwinden und ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Sie erproben eigene Stärken und Schwächen und  erlangen dadurch die Fähigkeit ihre Begabungen einschätzen zu lernen. Sportive Angebote und Projekte bauen auf die Teamfähigkeit von Kindern und Jugendlichen. Sie müssen Regeln einhalten, sich fair verhalten  und Konflikte einvernehmlich regeln. Sport ist integrativ. Kulturelle Unterschiede treten in den Hintergrund und Sprachbarrieren werden  durch gemeinsames Agieren überwunden.

Durch den Sport und mit dem Sport erwerben  Kinder- und Jugendliche  Kompetenzen, die sie in der Lebensbewältigung stärken. Bewegung und Sport spielen daher eine wichtige  Rolle in der offenen Kinder- und Jugendarbeit und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der ganzheitlichen Bildung.